Diagnostik für Schwindelerkrankungen

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AABR

Was ist AABR?

AABR bedeutet Automatic Auditory Brain Response, ein Diagnoseverfahren das im Rahmen von Hörscreenings angewandt wird. Hierbei wird überprüft, ob akustische Signale vom Ohr bis in das Gehirn weitergeleitet werden.
Dieses Messverfahren ist eine Sonderform der BERA (Brain Evoked Response Audiomentry). Das BERA-Verfahren misst Nervenaktionspotentiale die vom Hörnerv des Innenohrs ausgehen, über Hörbahn geleitet werden und schließlich im Hirnstamm ankommen.

Ablauf des Diagnoseverfahrens

Zur Durchführung des Messverfahrens werden kleine Elektroden auf der Haut angebracht. In einem ruhigen Umfeld werden, über Kopfhörer oder Sonden, Klickgeräusche ausgesendet. Anschließend wird gemessen, ob die ausgesendeten Schallwellen aus dem Ohr in das Gehirn übertragen und verarbeitet werden. So ist feststellbar ob die Hörbahn gestört ist und eventuell eine Hörminderung vorliegt. Im Anschluss dieses Verfahrens ist es zu empfehlen weitere Folgeuntersuchungen durchzuführen.

Welche Erkrankungen können mittels AABR ermittelt werden?

Mittels der AABR können Hinweise auf Erkrankungen wie Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz oder Otholitherkrankungen erhalten werden. Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen. Dabei können Sie Sich sicher sein, dass wir alles daran setzen Ihnen zu helfen und wieder in das schwindelfreie Leben zurück zu finden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

ASSR

Was ist ASSR?

Bei der ASSR wird ohne Mithilfe des Patienten – sogar in Narkose – die Hörschwelle innerhalb der verschiedenen Frequenzen bestimmt. Somit lässt sich bereits im Neugeborenenalter ein Audiogramm erstellen, falls der Verdacht auf eine Schwerhörigkeit besteht. Die ASSR ist eine besondere Form der BERA (Brain Evoked Response Audiomentry). Das BERA-Verfahren misst Nervenaktionspotentiale die vom Hörnerv des Innenohrs ausgehen, über Hörbahn geleitet werden und schließlich im Hirnstamm ankommen. Somit ist BERA auch unter dem Begriff der Hirnstammaudiometire bekannt.

Besonderheiten der ASSR

Das besondere bei dieser Untersuchung ist, dass Sie nicht nur die Hörschwelle bei 1 kHz bestimmt, wie es bei anderen Untersuchungen der Fall ist. Dieses Verfahren kann die Hörschwelle eines Menschen, ohne dessen Mithilfe, sehr genau bestimmen um eine optimale Hörgeräte – Versorgung zu gewähren. Diese Untersuchung ist bisher nur an spezialisierten Zentren wie der Schwindelambulanz in Sinsheim verfügbar.
"Gerade bei Schwindel oder Tinnitus – Patienten werden viele Beschwerden gerne auf die Psyche geschoben. Umso wichtiger ist es hier Instrumente an der Hand zu haben, die valide und reproduzierbare, objektive und wissenschaftlich anerkannte Ergebnisse liefern."

Die ASSR ist eine einfach durchführbare, schmerzlose Untersuchung mit hoher Aussagekraft. Sie ist ungefährlich und sehr zuverlässig in ihren Ergebnissen. Das Verfahren ist relativ neu und wird im Moment noch weiter entwickelt. Mit jedem Update hat sich die Genauigkeit und Geschwindigkeit weiterhin verbessert. Das besondere ist hier auch noch, dass die individuelle Hörschwelle einzelner Frequenzen gleichzeitig bestimmt werden kann. Dadurch verkürzt sich die Dauer der Untersuchung erheblich. Diese Untersuchung ist aus unserem Behandlungsspektrum nicht mehr weg zu denken.

Ablauf des Diagnoseverfahrens

Zur Durchführung des Messverfahrens werden zuerst kleine Elektroden auf der Kopfhaut angebracht. In einem ruhigen Umfeld werden per Kopfhörer oder Sonde, Klickgeräusche ausgesendet, in einer so hohen Wiederholrate, dass sich die Antworten im Hirnstamm überlappen und somit eine scheinbare Dauerantwort entsteht (daher auch der Name- Advanced Steady State Responseaudiometrie). Anschließend werden die Reize des Hirnstamms mittels der zuvor angebrachten Elektroden gemessen. Anhand dessen wird ein Audiogramm erstellt, infolgedessen lässt sich die Hörschwelle eines Menschen bestimmen und feststellen, ob eine Hörminderung oder ähnliches vorliegt.

Welche Erkrankungen können mittels ASSR ermittelt werden?

Mittels der ASSR können Erkrankungen wie Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz oder Otholitherkrankungen identifiziert werden. Durch intensive Diagnostik und frühzeitige Bildgebung findet sich in den meisten Fällen die Ursache der Funktionsstörung, diese kann dann gezielt behandelt werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Audiometrie

Was ist Tonaudiometrie?

In der Tonaudiometrie wird überprüft, wann der Patient einen Ton hört und ob es Frequenzen gibt, die der Patient nicht wahrnimmt. Dadurch können Erkenntnisse über die Ursachen von Gleichgewichts- oder Hörstörungen gewonnen werden. Das bekannteste Beispiel der Tonaudiometrie ist der gute alte Hörtest.

Ablauf der Tonaudiometrie

In einem schallgeschützten Raum wird der Patient mit einem Kopfhörer versorgt und zeigt mittels Handzeichen oder Tastendruck an, wann er einen Ton wahrnimmt. Diese Wahrnehmung wird in ein genormtes Diagramm eingetragen, hierbei wird das Ausmaß des eventuell gegebenen Hörverlustes in Form von Abweichungen von der Norm gemessen. Weitere Diagnoseverfahren der Tonaudiometrie sind BERA (Brain Evoked Response Audiomentry), AABR (Automatic Auditory Brain Response) und ASSR (Advanced Stady State Responseaudiometrie). Sie heben sich vom klassischen Hörtest insofern ab, dass der Patient bei der Untersuchung auch passiv sein kann. Das bedeutet selbst unter Narkose können diese Messungen durchgeführt werden.
Eine weitere wichtige diagnoseunterstützende Methode ist die Sprachaudiometrie.

Was ist Sprachaudiometrie?

Die Sprachaudiometrie ist ein Sprachverständlichkeitstest. Hierbei wird weniger das Hören als vielmehr das Verstehen überprüft. Die Sprachverständlichkeitstests gliedern sich in drei Testkategorien: Silben-, Wörter- und Satztests.

Ablauf der Sprachaudiometrie

Der Patient bekommt gesprochene Zahlen/Wörter/Silben oder Sätze vorgespielt und versucht diese bei verschiedenen Lautstärken wiederzugeben. Der Unterschied zu dem tatsächlich Abgespielten lässt Rückschlüsse auf das Hörvermögen und das Sprachverständnis ziehen.

Welche Erkrankungen können mittels Audiometrie ermittelt werden?

Für die Begutachtung von Hörschäden ist die Audiometrie mittlerweile unverzichtbar geworden. Dank ihr können zahlreiche Erkrankungen wie Basiläre Migräne, Bogengangsdehiszenz, Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz und Lagerungsschwindel diagnostiziert werden. Auch bei Symptomen und Erkankungen wie Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen sowie Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall, Vestibularisschwannomen und Erkrankungen der Halswirbelsäule, stellt Audiometrie eine geeignete Untersuchungsmethode dar.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

BERA

Was ist BERA?

Brain Evoked Response Audiomentry – oder kurz BERA, ist ein Verfahren zur Messung ob und wie schnell Töne vom Ohr an das Gehirn übertragen werden. Dabei werden die Nervenaktionspotentiale gemessen, die vom Hörnerv des Innenohrs ausgehen, über die Hörbahn geleitet werden und schließlich im Hirnstamm ankommen. Somit ist BERA auch unter dem Begriff der Hirnstammaudiometire bekannt. Die Untersuchung ist unabhängig von der Mitwirkung des Patienten. So können auch Neugeborene oder in Narkose liegende Patienten anhand dieses Verfahrens untersucht werden. Die BERA ist in der Lage schon sehr früh Veränderungen am Hör- und Gleichgewichtsnerven zu erkennen.

Ablauf des Diagnoseverfahrens

Das BERA-Verfahren ist ein Diagnoseverfahren das im Rahmen eines Hörscreenings angewandt wird. Hierbei wird überprüft, ob akustische Signale vom Ohr bis in das Gehirn weitergeleitet werden.

Zur Durchführung des Messverfahrens werden kleine Elektroden auf der Kopfhaut angebracht. In einem ruhigen Umfeld werden dann per Kopfhörer oder Sonde, Klickgeräuschen ausgesendet. Anschließend wird mittels der zuvor angebrachten Elektroden, gemessen, ob die ausgesendeten Schallwellen aus dem Ohr in das Gehirn übertragen und verarbeitet werden. Infolgedessen ist feststellbar ob die Hörbahn gestört ist und eventuell eine Hörminderung vorliegt. Im Anschluss dieses Verfahrens ist es zu empfehlen weitere Folgeuntersuchungen durchzuführen.

Welche Erkrankungen können mittels BERA ermittelt werden?

Dank der BERA können zahlreiche Erkrankungen wie Basiläre Migräne, Bogengangsdehiszenz Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz bis hin zum Lagerungsschwindel diagnostiziert werden. Auch bei Symptomen und Erkankungen wie Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen sowie Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall, Vestibularisschwannom und Erkrankungen der Halswirbelsäule, stellt BERA eine geeignete Untersuchungsmethode dar.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

DPOAE

Was ist DPOAE?

Bei den Distorsionsprodukten von otoakustischen Emmissionen oder kurz - DPOAE- handelt es sich um einen physiologisch-objektiven Hörtest. Hierbei werden über ein sehr empfindliches Mikrofon, Schallaussendungen der Haarzellen im Innenohr gemessen. Hierbei handelt es sich um frequenzspezifische Antworten der Sinneszellen im Ohr. So kann auf Art und Umfang eines Hörschadens geschlossen werden.

Ablauf der Messung von DPOAE

Um die Schallaussendungen der Haarzellen zu messen, werden zwei Prüftöne gleichzeitig auf das Ohr gegeben. Das Ohr, bzw. die äußeren Haarzellen des Ohres antworten darauf mit einem Zwischenton, dem sog. Distorsionsprodukt. Dieses wird letztendlich gemessen. DPOAE’s sind für die Überprüfung einer Haarzellaktivität von 40 bis ca. 60dB geeignet.

Welche Erkrankungen können mittels Messung von DPOAE ermittelt werden?

Mithilfe dieses Verfahrens können Gleichgewichtsstörungen sowie die Erkrankung an Morbus Menière identifiziert werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

ENG VNG

Grundlegendes

Bei der Untersuchung des Gleichgewichtes spielt der vestibulookuläre Reflex eine große Rolle. Auf Deutsch könnte man diesen Reflex als Gleichgewichtssinn – Augenreflex bezeichnen. Dieser Reflex bewirkt, dass das Auge sich auf jede Bewegung des Körpers sofort einstellen kann. Wenn dieser Reflex nicht funktioniert, sieht der Betroffene so als würde er einen Film ansehen, der mit einer alten Videokamera ohne Shutterfunktion aufgenommen wurde. Wenn man das Gleichgewichtsorgan reizt werden diese Informationen direkt an das Auge weitergeleitet und das Auge beginnt unwillkürlich zu zucken. Der Patient kann diese Bewegung selbst nicht steuern. Diese unwillkürlichen Augenbewegungen werden als Nystagmus bezeichnet, sie werden in lange und kurze Augenbewegungen unterschieden. Diese Bewegungen kann man mittels Elektroden (ENG) oder über eine Videokamera (VNG) auswerten.

Was ist Elektronystagmographie/Videonystagmographie?

Elektronystagmographie/Videonystagmographie - kurz ENG/VNG – sind Messmethoden zur Auswertung von langsamen und schnellen unwillkürlichen Augenbewegungen. Hierüber lassen sich Rückschlüsse auf die Funktion des Gleichgewichtsorgans oder des Gleichgewichtsnerven ziehen.

Ablauf des Messverfahrens ENG

Anhand von Elektroden werden schnelle und langsame willkürliche und unwillkürliche Augenbewegungen des Patienten erfasst, die beim Verfolgen von beweglichen Objekten entstehen. Eine Voraussetzung für den Test ist daher ein ausreichendes Sehvermögen sowie eine korrekte Funktion der Augenmuskeln und der sie steuernden Nerven. Eine vollständige ENG-Untersuchung gliedert sich in drei Einzeluntersuchungen auf:

  1. Eine Beobachtung der Augenbewegungen, wenn der Patient mit den Augen, sich selbst bewegende Objekte, verfolgt
  2. Untersuchung der Reaktion auf eine bestimmte Lage oder Lageänderung
  3. Reaktionsüberprüfung auf eine Reizung. Hierbei werden die Gehörgänge einzeln mit warmem und kaltem Wasser gespült, um das jeweilige Vestibularorgan zu reizen.

Ablauf des Messverfahrens VNG

Pupillenbewegungen werden mittels Infrarotkamera in einem verdunkeltem Raum automatisch verfolgt, somit wird spontanes oder induziertes Augenzittern (Nystagmus) aufgezeichnet. Die Ergebnisse werden automatisch von einem Computer analysiert. Zur anschließenden Auswertung wird bspw. die Geschwindigkeit des langsamen Nystagmus herangezogen.

Welche Erkrankungen können mittels ENG/VNG ermittelt werden?

Die ENG und VNG gehören zu den Untersuchungsmethoden, die eine genaue Bestimmung der Ursache eines Schwindels und damit eine gezielte Planung und Schwindeltherapie ermöglichen. Auch die seltene Krankheit der basilären Migräne lässt sich mit diesem Verfahren untersuchen.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Kapnometrie

Grundlegendes

Reiner Sauerstoff ist für uns schädlich. Mit Hilfe der Kapnometrie sind wir in der Lage auf einfache Weise einen Rückschluss auf den PH-Wert des Blutes zu ziehen. Wenn wir zu schnell oder zu tief atmen, fällt unser Kohelndioxisspiegel und der PH Wert im Blut steigt. Im Gehirn führt ein zu geringer Kohlendioxidspiegel zu einer sofortigen Weitstellung aller Gefäße. Die Hauptsymptome sind Schwindel und Kopfschmerzen. Häufig begleitet von Taubheitsgefühlen der Finger oder der Mundregion sowie Sehstörungen, einem Benommenheitsgefühl und dem Gefühl der Luftnot im Brustkorb. Patienten leiden auch unter einer Schwäche der Beine und berichten häufiger über Muskelkrämpfe. Auch Kopfschmerzen sind ein häufiges Symptom welches häufig mit Migräne verwechselt wird. Man spricht hier von einer Sauerstoffvergiftung. Das Problem ist, dass nur wenige Ärzte in der Lage sind diesen Wert zu messen. In der Notfallmedizin, auf Intensivstationen und im OP, ist eine routinemäßige Messung des CO2 Spiegels längst Routine und unverzichtbar.

Was ist Kapnometrie?

Kapnometrie ist ein medizinisches Verfahren, zur Überwachung des Kohlenstoffdioxidgehalts in der Ausatemluft eines Patienten.

Welche Erkrankungen können mittels Kapnometrie ermittelt werden?

Basiläre Migräne, Gleichgewichtsstörungen, Neuropathia Vestibularis, phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall, Vestibularisschwannom können anhand dieses Messverfahrens festgestellt werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Kopfimpulstest

Grundlegendes

Damit unser Bild beim gehen nicht wackelt, gibt es einen Reflex, der jede Kopfbewegung direkt an das Auge weitergibt. Ist das Gleichgewichtsorgan gestört werden die Informationen nicht mehr rechtzeitig übermittelt und es kommt zu einer Augenbewegungsstörung, die man bei einer schnellen Kopfbewegung beobachten kann.

Was ist der Kopfimpulstest?

Aus dieser Augenbewegungsstörung kann man direkte Rückschlüsse auf die Gesundheit des Gleichgewichtsorgans ziehen.

Ablauf des Kopfimpulstests

Der Patient sitzt hierbei dem Untersucher gegenüber und fixiert dessen Nasenspitze. Er soll versuchen die Nasenspitze auch dann zu fixieren, wenn sein Kopf schnell in eine Richtung ausgelenkt wird. Bei einem gesunden Gleichgewichts - Augen -Reflex kann diese Aufgabe problemlos erfüllt werden, weil das Gleichgewichtsorgan jede Kopfbewegung in wenigen Millisekunden an das Auge weiterleitet, und der Körper die Augenstellung sofort korrigieren kann.

Fällt ein Gleichgewichtsorgan aus, so bemerkt der Kopf die Drehung nicht, und die Augen drehen sich wie bei einer Puppe mit dem Kopf weg. Der Proband kann den Untersucher nicht fixieren, so dass er die Nasenspitze erst mit den Augen wiederfinden muss. Die Untersuchung setzt einen erfahrenen Untersucher voraus, dieser erkennt nur Augenbewegungen, die später als 200 ms beginnen.

Welche Erkrankungen können mittels Kopfimpulstest ermittelt werden?

Basiläre Migräne, Bogengangsdehiszenz, Gleichgewichtsstörungen, Lagerungsschwindel, Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen, Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall und Vestibularisschwannome können anhand dieses Messverfahrens festgestellt werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Lageprüfung

Was ist die Lageprüfung?

Die Lageprüfung ist ein wichtiger Schritt in der Diagnostik von Schwindelerkrankungen. Hauptsächlich um einen Lagerungsschwindel zu erkennen. Denn nicht jeder lageabhängige Schwindel ist auch gleich ein Lagerungsschwindel, das ist ein Fehler der vielen Ärzten unterläuft. Der Lagerungsschwindel ist ein Begleitsymptom vieler Gleichgewichtserkrankungen.

Ablauf der Lageprüfung

Es gibt Schwindelerkrankungen, die von der Körperlage oder von speziellen Bewegungen abhängig sind. Bei der Lageprüfung liegt der Patient auf einer Behandlungsliege und wird in verschiedene Richtungen gekippt. Dabei werden seine Reaktionen auf die Lageänderung beobachtet.

Welche Erkrankungen können mittels Lageprüfung ermittelt werden?

Im Rahmen einer vollständigen Untersuchtung, kann die Lageprüfung Aussagen über Krankheiten wie Gleichgewichtsstörung, Lagerungsschwindel, Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen, Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularausfall und Vestibularisschwannom liefern. In unserer Schwindelambulanz wird jeder Schwindelpatient einer vollständigen Untersuchung unterzogen, denn die Lageprüfung hat nur im Kontext eine Aussagekraft.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Posturographie

Was ist die Posturographie?

Die Posturographie ist ein Teil des Diagnosesystems von Schwindelerkrankungen. Hierbei wird die Funktionsfähigkeit der Gleichgewichtsrezeptoren in Gehirn, Ohr und Halswirdbelsäule überprüft.

Ablauf der Posturographie

Bei der Posturographie werden die Schwankungen des Körpers beim Stehen gemessen. Hierbei steht der Patient auf einer sogenannten Messplattform, die die Gewichtsverlagerung mittels Sensoren messen kann. Dadurch wird der Körperschwerpunkt, die Lastverteilung sowie das Schwingungsverhalten des Körpers, über die Belastung der Füße ermittelt.

Welche Erkrankungen können mittels Posturographie ermittelt werden?

Mögliche Ursachen die im Zusammenhang mit der Posturographie ermittelt werden, können beispielsweise Basiläre Migräne, Erkrankungen der Halswirbelsäule, Gleichgewichtsstörungen, Lagerungsschwindel, Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen und viele mehr, sein.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

SVV

Was ist die subjektive visuelle Vertikale – kurz SSV?

Die SVV ist ein Verfahren der Schwindeldiagnostik, indem der sogenannte Utrikulus, als Teil des Gleichgewichtsorgans, überprüft wird. Patienten mit geschädigtem Utrikulus fällt es schwer Schräglagen richtig einzuschätzen. Solange der Patient die Augen mitbenutzen kann, gelingt der Ausgleich der Schräglagen meistens schon. Schwierig wird es für ihn dann, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern, eine schlechte Sicht herrscht, oder gar die optische Kontrolle völlig fehlt. Diese Varianten werden in der SVV getestet.

Ablauf der SVV

Bei der Posturographie werden Schwankungen des Körpers beim Stehen gemessen. Hierbei steht der Patient auf einer sogenannten Messplattform, die die Gewichtsverlagerung mittels Sensoren messen kann. Dadurch wird der Körperschwerpunkt, die Lastverteilung sowie das Schwingungsverhalten des Körpers, über die Belastung der Füße ermittelt.

Welche Erkrankungen können mittels SVV ermittelt werden?

Mittels der SSV-Untersuchung können Hinweise die bspw. auf basiläre Migräne, Gleichgewichtsstörung, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen oder phobischen Schwindel, deuten, geliefert werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

TEOAE

Was sind TEOAE´s?

Die transitorisch evozierten oto akustischen Emissionen – kurz TEOAE´s sind frequenzspezifische Antworten der Sinneszellen im Ohr. Beim der gleichnamigen TEOAE-Messung handelt es sich um einen physiologisch-objektiven Hörtest. Hierbei werden über ein sehr empfindliches Mikrofon, eben diese Antworten im Form von Schallaussendungen der Haarzellen im Innenohr, gemessen. Auf diese Art und Weise kann auf die Charakteristik und das Ausmaß eines Hörschadens geschlossen werden.

Ablauf der TEOAE-Messung

Dem Patienten werden Prüftöne auf das Ohr gegeben, die äußeren Haarzellen antworten mit einem Ton, dieser kann mit einem Mikrofon im Gehörgang gemessen werden. Die TEOAE’s für die Überprüfung der Haarzellaktivität von 10 bis 30 dB geeignet.

Welche Erkrankungen können mittels Messung von TEOAE ermittelt werden?

Durch die Messung können beispielsweise Hinweise auf Krankheiten und Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz oder Morbus Menière geliefert werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

TYMP

Was ist TYMP?

Tympanometrie oder kurz – TYMP ist eine Messmethode der Schwindeldiagnostik. Hierbei wird die Beweglichkeit und der Zustand des Trommelfells im Ohr überprüft. Durch die Messung lassen sich auch Rückschlüsse auf das Mittelohr ziehen, ob z.B. Flüssigkeit hinter dem Trommelfell ist oder die Gehörknöchelchen richtig funktionieren. Ferner lässt sich der so genannte Stapediusreflex auslösen, dieses Vorgehen dient zum einen als Hörtest und zum anderen als Messung ob das Ohr sich selbst vor zu lauten Tönen schützen kann.

Ablauf der TYMP-Messung

Bei der Messung von TYMP wird im Gehörgang eine Druckschwankung erzeugt. Zunächst wird abwechselnd Unterdruck und dann Überdruck erzeugt. Durch die Druckveränderungen reagiert das Trommelfell dementsprechend und wird mithilfe einer Sonde im Ohr des Patienten gemessen

Welche Erkrankungen können mittels Messung von TYMP ermittelt werden?

Die Messung kann Hinweise auf Symptome und Erkrankungen wie Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz, Morbus Menière, Neuropathia vestibularis, einer Otholitherkrankung oder Schwankschwindel liefern.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

VEMP

Was ist VEMP?

Vestibulär evozierte myogene Potentiale oder kurz – VEMP sind Muskelreflexe die durch Erschütterung und Schallwellen beim Menschen ausgelöst werden. Dies hat nichts mit dem Hören zu tun, denn selbst bei ertaubten Menschen lassen sich diese Muskelreflexe auslösen.

Ablauf der VEMP-Messung

Der Proband bekommt laute Töne auf das Ohr. Dabei werden Veränderungen der Muskelsüannungen am Hals oder unter dem Auge via Elektroden gemessen. Am Computer lassen sich die Messungen graphisch darstellen. Sie können als Nachweis für Störungen der Gleichgewichtsorgane dienen.

Welche Erkrankungen können mittels der Messung von VEMP ermittelt werden?

Die Messung kann Hinweise auf Symptome und Erkrankungen wie Bogengangsdeshiszenz, Gleichgewichtsstörung, Hörsturz, Morbus Menière und viele Weitere, liefern.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Video-KIT

Was ist V-KIT?

Der Videokopf ist ist ein objektives Messverfahren um eine Störung des vestibulo - okulären Reflexes zu erkennen. Dieses Fachwort beschreibt die Verbindung zwischen dem Gleichgewichtsorgan und den Augen. Jede Kopfbewegung führt automatisch zu einer Augenbewegung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Bild nicht wackelt, während wir laufen. Diesem Reflex ist dafür verantwortlich, dass wir in der Lage sind, etwas zu lesen, während wir uns bewegen. Innerhalb von weniger als 200 ms wird über das Innenohr jede Positionsänderung des Kopfes direkt an die Augen weitergegeben.

Beim Videokopfimpulstest werden die Augen mit einer Kamera aufgenommen, dabei werden die Bewegungen der Augen relativ zu den Bewegungen des Kopfes grafisch aufgezeichnet.Damit wird die Geschwindigkeit der Kopfbewegung mit der Geschwindigkeit der Augenbewegung zu verglichen, dieser Vergleich ist auch unter dem Namen GAIN bekannt. Zudem wird erkennbar, ob das Auge nach einer Kopfbewegung aktive Einstellbewegungen durchführen muss, um das vorherige Ziel wieder zu fixieren d.h. wenn das linkes Ohr gestört ist, und der Kopf wird passiv (von deiner anderen Person) schnell nach links gedreht, dann wandern die Augen wie bei einer Puppe mit und sie müssen aktiv die Augen wieder nach rechts bewegen. Dies wird als Einstell – Sakkade bezeichnet

Ablauf der Messung

Dem Patienten wird eine fest sitzende Brille aufgesetzt, in der Kameras integriert sind, die die Pupille erkennen und erfassen können. Anschließend wird der Patient gebeten, verschiedene Punkte im Raum zu fixieren. Nachfolgend bewegt der Untersucher seinen Kopf schnell zur Seite nach vorne oder nach hinten. Die Augenbewegung und Geschwindigkeit wird grafisch aufgezeichnet und der Untersucher kann anschließend genau erkennen ob bei irgendeiner Kopf- oder Körperbewegung eine gestörte Augen - Antwort auftritt. Hierdurch können Rückschlüsse auf die Funktionen der Bogengänge gezogen werden und damit auch auf Störungen des Augen-Gleichgewichts-Reflexes.

Welche Erkrankungen können mittels Messung des Kopfimpulstests ermittelt werden?

Der Kopfimpulstest hilft, Störungen der Nervenleitung des Hör- und Gleichgewichtsnerven zu erkennen, auch wenn diese schon länger zurück liegen und teilweise kompensiert sind. Er ist in der Lage seitengetrennt jeden einzelnen der drei Bogengänge zu untersuchen und Störungen zu erkennen. Damit können auch Gleichgewichtserkrankungen erkannt werden, die bei einer normalen Schwindeluntersuchung entgehen. Es können auch Augenbewegungsstörungen aufgedeckt werden, die in einem Zeitfenster von weniger als 200 ms liegen. Unser Auge oder das Auge des Untersuchers ist nicht in der Lage dies ohne technische Hilfe zu erkennen. Nur bei ganz frischen Gleichgewichtserkrankungen kann ein geübter Untersucher auf die technische Hilfe verzichten. In diesem Fall wird dann die Sakkade auch ohne Computerhilfe deutlich zu erkennen sein.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Stand & Ganguntersuchungen

Was ist die Stand- und Ganguntersuchung?

Eine der einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Untersuchungsmethoden sind die sogenannten Stand- und Ganguntersuchungen nach Unterberger und Romberg. Diese Untersuchungsmethoden wurden nach ihren Erfindern benannt. Sie liefern wichtige Hinweise auf Schwindelerkrankungen., insbesondere haben sie eine hohe Aussagekraft bezüglich Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr oder Störungen im Bereich des Kleinhirns.

Ablauf der Stand-und Ganguntersuchungen nach Romberg und Unterberger

Beim Romberg-Test muss der Patient mit geschlossenen Augen versuchen gerade stehen zu bleiben. Mitunter fangen Patienten hier an, zur Seite, nach vorne oder nach hinten, zu fallen oder sie schwanken auch um den Mittelpunkt herum. Fällt ein Patient zur Seite, ist dies ein Indiz für eine Innenohrstörung. Fällt er nach hinten, ist eine Störung im Gehirn wahrscheinlicher. Unkontrolliertes Schwanken deutet ebenfalls nicht zwingend auf eine Störung der Gleichgewichtsorgane hin, sondern auf eine Störung der Wirbelsäule des Kleinhirns oder der Füße (Polyneuropathie).

Bei dem Unterberger- Tretversuch muss der Patient mit geschlossenen Augen auf der Stelle marschieren, wie ein Soldat. Er muss die Knie dabei richtig anheben und mindestens 30 mal auf der Stelle laufen. Bei Patienten mit Störungen des Gleichgewichtsorgans oder des Kleinhirns, treten hier Schwierigkeiten auf. Oftmals drehen sich die Patienten um die eigene Achse, ohne dies zu bemerken. Kommt es zu einer Abweichung von mehr als 30° wird dies als krankhaft gewertet.

Welche Erkrankungen können mittels Messung der Stand-und Ganguntersuchungen ermittelt werden?

Ein erfahrener Untersucher kann bereits an der Art und Weise wie ein Patient geht oder steht erkennen, ob es sich um eine Störung der Nerven, der Beine, des Gehirns, des Kleinhirns oder einer Störung der Gleichgewichtsorgane handelt. Hierzu ist etwas Erfahrung nötig, insbesondere sind Bewegungsstörungen aus anderen Gründen sehr gut erkennbar.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.