Diagnostik für Schwindelerkrankungen

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Audiometrie

Was ist Tonaudiometrie?

In der Tonaudiometrie wird überprüft, wann der Patient einen Ton hört und ob es Frequenzen gibt, die der Patient nicht wahrnimmt. Dadurch können Erkenntnisse über die Ursachen von Gleichgewichts- oder Hörstörungen gewonnen werden. Das bekannteste Beispiel der Tonaudiometrie ist der gute alte Hörtest.

Ablauf der Tonaudiometrie

In einem schallgeschützten Raum wird der Patient mit einem Kopfhörer versorgt und zeigt mittels Handzeichen oder Tastendruck an, wann er einen Ton wahrnimmt. Diese Wahrnehmung wird in ein genormtes Diagramm eingetragen, hierbei wird das Ausmaß des eventuell gegebenen Hörverlustes in Form von Abweichungen von der Norm gemessen. Weitere Diagnoseverfahren der Tonaudiometrie sind BERA (Brain Evoked Response Audiomentry), AABR (Automatic Auditory Brain Response) und ASSR (Advanced Stady State Responseaudiometrie). Sie heben sich vom klassischen Hörtest insofern ab, dass der Patient bei der Untersuchung auch passiv sein kann. Das bedeutet selbst unter Narkose können diese Messungen durchgeführt werden.
Eine weitere wichtige diagnoseunterstützende Methode ist die Sprachaudiometrie.

Was ist Sprachaudiometrie?

Die Sprachaudiometrie ist ein Sprachverständlichkeitstest. Hierbei wird weniger das Hören als vielmehr das Verstehen überprüft. Die Sprachverständlichkeitstests gliedern sich in drei Testkategorien: Silben-, Wörter- und Satztests.

Ablauf der Sprachaudiometrie

Der Patient bekommt gesprochene Zahlen/Wörter/Silben oder Sätze vorgespielt und versucht diese bei verschiedenen Lautstärken wiederzugeben. Der Unterschied zu dem tatsächlich Abgespielten lässt Rückschlüsse auf das Hörvermögen und das Sprachverständnis ziehen.

Welche Erkrankungen können mittels Audiometrie ermittelt werden?

Für die Begutachtung von Hörschäden ist die Audiometrie mittlerweile unverzichtbar geworden. Dank ihr können zahlreiche Erkrankungen wie Basiläre Migräne, Bogengangsdehiszenz, Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz und Lagerungsschwindel diagnostiziert werden. Auch bei Symptomen und Erkankungen wie Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen sowie Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall, Vestibularisschwannomen und Erkrankungen der Halswirbelsäule, stellt Audiometrie eine geeignete Untersuchungsmethode dar.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

BERA

Was ist BERA?

Brain Evoked Response Audiomentry – oder kurz BERA, ist ein Verfahren zur Messung ob und wie schnell Töne vom Ohr an das Gehirn übertragen werden. Dabei werden die Nervenaktionspotentiale gemessen, die vom Hörnerv des Innenohrs ausgehen, über die Hörbahn geleitet werden und schließlich im Hirnstamm ankommen. Somit ist BERA auch unter dem Begriff der Hirnstammaudiometire bekannt. Die Untersuchung ist unabhängig von der Mitwirkung des Patienten. So können auch Neugeborene oder in Narkose liegende Patienten anhand dieses Verfahrens untersucht werden. Die BERA ist in der Lage schon sehr früh Veränderungen am Hör- und Gleichgewichtsnerven zu erkennen.

Ablauf des Diagnoseverfahrens

Das BERA-Verfahren ist ein Diagnoseverfahren das im Rahmen eines Hörscreenings angewandt wird. Hierbei wird überprüft, ob akustische Signale vom Ohr bis in das Gehirn weitergeleitet werden.

Zur Durchführung des Messverfahrens werden kleine Elektroden auf der Kopfhaut angebracht. In einem ruhigen Umfeld werden dann per Kopfhörer oder Sonde, Klickgeräuschen ausgesendet. Anschließend wird mittels der zuvor angebrachten Elektroden, gemessen, ob die ausgesendeten Schallwellen aus dem Ohr in das Gehirn übertragen und verarbeitet werden. Infolgedessen ist feststellbar ob die Hörbahn gestört ist und eventuell eine Hörminderung vorliegt. Im Anschluss dieses Verfahrens ist es zu empfehlen weitere Folgeuntersuchungen durchzuführen.

Welche Erkrankungen können mittels BERA ermittelt werden?

Dank der BERA können zahlreiche Erkrankungen wie Basiläre Migräne, Bogengangsdehiszenz Gleichgewichtsstörungen, Hörsturz bis hin zum Lagerungsschwindel diagnostiziert werden. Auch bei Symptomen und Erkankungen wie Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen sowie Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall, Vestibularisschwannom und Erkrankungen der Halswirbelsäule, stellt BERA eine geeignete Untersuchungsmethode dar.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

ENG VNG

Grundlegendes

Bei der Untersuchung des Gleichgewichtes spielt der vestibulookuläre Reflex eine große Rolle. Auf Deutsch könnte man diesen Reflex als Gleichgewichtssinn – Augenreflex bezeichnen. Dieser Reflex bewirkt, dass das Auge sich auf jede Bewegung des Körpers sofort einstellen kann. Wenn dieser Reflex nicht funktioniert, sieht der Betroffene so als würde er einen Film ansehen, der mit einer alten Videokamera ohne Shutterfunktion aufgenommen wurde. Wenn man das Gleichgewichtsorgan reizt werden diese Informationen direkt an das Auge weitergeleitet und das Auge beginnt unwillkürlich zu zucken. Der Patient kann diese Bewegung selbst nicht steuern. Diese unwillkürlichen Augenbewegungen werden als Nystagmus bezeichnet, sie werden in lange und kurze Augenbewegungen unterschieden. Diese Bewegungen kann man mittels Elektroden (ENG) oder über eine Videokamera (VNG) auswerten.

Was ist Elektronystagmographie/Videonystagmographie?

Elektronystagmographie/Videonystagmographie - kurz ENG/VNG – sind Messmethoden zur Auswertung von langsamen und schnellen unwillkürlichen Augenbewegungen. Hierüber lassen sich Rückschlüsse auf die Funktion des Gleichgewichtsorgans oder des Gleichgewichtsnerven ziehen.

Ablauf des Messverfahrens ENG

Anhand von Elektroden werden schnelle und langsame willkürliche und unwillkürliche Augenbewegungen des Patienten erfasst, die beim Verfolgen von beweglichen Objekten entstehen. Eine Voraussetzung für den Test ist daher ein ausreichendes Sehvermögen sowie eine korrekte Funktion der Augenmuskeln und der sie steuernden Nerven. Eine vollständige ENG-Untersuchung gliedert sich in drei Einzeluntersuchungen auf:

  1. Eine Beobachtung der Augenbewegungen, wenn der Patient mit den Augen, sich selbst bewegende Objekte, verfolgt
  2. Untersuchung der Reaktion auf eine bestimmte Lage oder Lageänderung
  3. Reaktionsüberprüfung auf eine Reizung. Hierbei werden die Gehörgänge einzeln mit warmem und kaltem Wasser gespült, um das jeweilige Vestibularorgan zu reizen.

Ablauf des Messverfahrens VNG

Pupillenbewegungen werden mittels Infrarotkamera in einem verdunkeltem Raum automatisch verfolgt, somit wird spontanes oder induziertes Augenzittern (Nystagmus) aufgezeichnet. Die Ergebnisse werden automatisch von einem Computer analysiert. Zur anschließenden Auswertung wird bspw. die Geschwindigkeit des langsamen Nystagmus herangezogen.

Welche Erkrankungen können mittels ENG/VNG ermittelt werden?

Die ENG und VNG gehören zu den Untersuchungsmethoden, die eine genaue Bestimmung der Ursache eines Schwindels und damit eine gezielte Planung und Schwindeltherapie ermöglichen. Auch die seltene Krankheit der basilären Migräne lässt sich mit diesem Verfahren untersuchen.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Kapnometrie

Grundlegendes

Reiner Sauerstoff ist für uns schädlich. Mit Hilfe der Kapnometrie sind wir in der Lage auf einfache Weise einen Rückschluss auf den PH-Wert des Blutes zu ziehen. Wenn wir zu schnell oder zu tief atmen, fällt unser Kohelndioxisspiegel und der PH Wert im Blut steigt. Im Gehirn führt ein zu geringer Kohlendioxidspiegel zu einer sofortigen Weitstellung aller Gefäße. Die Hauptsymptome sind Schwindel und Kopfschmerzen. Häufig begleitet von Taubheitsgefühlen der Finger oder der Mundregion sowie Sehstörungen, einem Benommenheitsgefühl und dem Gefühl der Luftnot im Brustkorb. Patienten leiden auch unter einer Schwäche der Beine und berichten häufiger über Muskelkrämpfe. Auch Kopfschmerzen sind ein häufiges Symptom welches häufig mit Migräne verwechselt wird. Man spricht hier von einer Sauerstoffvergiftung. Das Problem ist, dass nur wenige Ärzte in der Lage sind diesen Wert zu messen. In der Notfallmedizin, auf Intensivstationen und im OP, ist eine routinemäßige Messung des CO2 Spiegels längst Routine und unverzichtbar.

Was ist Kapnometrie?

Kapnometrie ist ein medizinisches Verfahren, zur Überwachung des Kohlenstoffdioxidgehalts in der Ausatemluft eines Patienten.

Welche Erkrankungen können mittels Kapnometrie ermittelt werden?

Basiläre Migräne, Gleichgewichtsstörungen, Neuropathia Vestibularis, phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall, Vestibularisschwannom können anhand dieses Messverfahrens festgestellt werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Kopfimpulstest

Grundlegendes

Damit unser Bild beim gehen nicht wackelt, gibt es einen Reflex, der jede Kopfbewegung direkt an das Auge weitergibt. Ist das Gleichgewichtsorgan gestört werden die Informationen nicht mehr rechtzeitig übermittelt und es kommt zu einer Augenbewegungsstörung, die man bei einer schnellen Kopfbewegung beobachten kann.

Was ist der Kopfimpulstest?

Aus dieser Augenbewegungsstörung kann man direkte Rückschlüsse auf die Gesundheit des Gleichgewichtsorgans ziehen.

Ablauf des Kopfimpulstests

Der Patient sitzt hierbei dem Untersucher gegenüber und fixiert dessen Nasenspitze. Er soll versuchen die Nasenspitze auch dann zu fixieren, wenn sein Kopf schnell in eine Richtung ausgelenkt wird. Bei einem gesunden Gleichgewichts - Augen -Reflex kann diese Aufgabe problemlos erfüllt werden, weil das Gleichgewichtsorgan jede Kopfbewegung in wenigen Millisekunden an das Auge weiterleitet, und der Körper die Augenstellung sofort korrigieren kann.

Fällt ein Gleichgewichtsorgan aus, so bemerkt der Kopf die Drehung nicht, und die Augen drehen sich wie bei einer Puppe mit dem Kopf weg. Der Proband kann den Untersucher nicht fixieren, so dass er die Nasenspitze erst mit den Augen wiederfinden muss. Die Untersuchung setzt einen erfahrenen Untersucher voraus, dieser erkennt nur Augenbewegungen, die später als 200 ms beginnen.

Welche Erkrankungen können mittels Kopfimpulstest ermittelt werden?

Basiläre Migräne, Bogengangsdehiszenz, Gleichgewichtsstörungen, Lagerungsschwindel, Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen, Phobischer Schwindel, Schwankschwindel, Schwindelanfälle, Vestibularisausfall und Vestibularisschwannome können anhand dieses Messverfahrens festgestellt werden.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Posturographie

Was ist die Posturographie?

Die Posturographie ist ein Teil des Diagnosesystems von Schwindelerkrankungen. Hierbei wird die Funktionsfähigkeit der Gleichgewichtsrezeptoren in Gehirn, Ohr und Halswirdbelsäule überprüft.

Ablauf der Posturographie

Bei der Posturographie werden die Schwankungen des Körpers beim Stehen gemessen. Hierbei steht der Patient auf einer sogenannten Messplattform, die die Gewichtsverlagerung mittels Sensoren messen kann. Dadurch wird der Körperschwerpunkt, die Lastverteilung sowie das Schwingungsverhalten des Körpers, über die Belastung der Füße ermittelt.

Welche Erkrankungen können mittels Posturographie ermittelt werden?

Mögliche Ursachen die im Zusammenhang mit der Posturographie ermittelt werden, können beispielsweise Basiläre Migräne, Erkrankungen der Halswirbelsäule, Gleichgewichtsstörungen, Lagerungsschwindel, Morbus Menière, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen und viele mehr, sein.

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SVV

Was ist die subjektive visuelle Vertikale – kurz SSV?

Die SVV ist ein Verfahren der Schwindeldiagnostik, indem der sogenannte Utrikulus, als Teil des Gleichgewichtsorgans, überprüft wird. Patienten mit geschädigtem Utrikulus fällt es schwer Schräglagen richtig einzuschätzen. Solange der Patient die Augen mitbenutzen kann, gelingt der Ausgleich der Schräglagen meistens schon. Schwierig wird es für ihn dann, wenn sich die Lichtverhältnisse ändern, eine schlechte Sicht herrscht, oder gar die optische Kontrolle völlig fehlt. Diese Varianten werden in der SVV getestet.

Ablauf der SVV

Bei der Posturographie werden Schwankungen des Körpers beim Stehen gemessen. Hierbei steht der Patient auf einer sogenannten Messplattform, die die Gewichtsverlagerung mittels Sensoren messen kann. Dadurch wird der Körperschwerpunkt, die Lastverteilung sowie das Schwingungsverhalten des Körpers, über die Belastung der Füße ermittelt.

Welche Erkrankungen können mittels SVV ermittelt werden?

Mittels der SSV-Untersuchung können Hinweise die bspw. auf basiläre Migräne, Gleichgewichtsstörung, Neuropathia Vestibularis, Otholitherkrankungen oder phobischen Schwindel, deuten, geliefert werden.

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Video-KIT

Was ist V-KIT?

Der Videokopf ist ist ein objektives Messverfahren um eine Störung des vestibulo - okulären Reflexes zu erkennen. Dieses Fachwort beschreibt die Verbindung zwischen dem Gleichgewichtsorgan und den Augen. Jede Kopfbewegung führt automatisch zu einer Augenbewegung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Bild nicht wackelt, während wir laufen. Diesem Reflex ist dafür verantwortlich, dass wir in der Lage sind, etwas zu lesen, während wir uns bewegen. Innerhalb von weniger als 200 ms wird über das Innenohr jede Positionsänderung des Kopfes direkt an die Augen weitergegeben.

Beim Videokopfimpulstest werden die Augen mit einer Kamera aufgenommen, dabei werden die Bewegungen der Augen relativ zu den Bewegungen des Kopfes grafisch aufgezeichnet.Damit wird die Geschwindigkeit der Kopfbewegung mit der Geschwindigkeit der Augenbewegung zu verglichen, dieser Vergleich ist auch unter dem Namen GAIN bekannt. Zudem wird erkennbar, ob das Auge nach einer Kopfbewegung aktive Einstellbewegungen durchführen muss, um das vorherige Ziel wieder zu fixieren d.h. wenn das linkes Ohr gestört ist, und der Kopf wird passiv (von deiner anderen Person) schnell nach links gedreht, dann wandern die Augen wie bei einer Puppe mit und sie müssen aktiv die Augen wieder nach rechts bewegen. Dies wird als Einstell – Sakkade bezeichnet

Ablauf der Messung

Dem Patienten wird eine fest sitzende Brille aufgesetzt, in der Kameras integriert sind, die die Pupille erkennen und erfassen können. Anschließend wird der Patient gebeten, verschiedene Punkte im Raum zu fixieren. Nachfolgend bewegt der Untersucher seinen Kopf schnell zur Seite nach vorne oder nach hinten. Die Augenbewegung und Geschwindigkeit wird grafisch aufgezeichnet und der Untersucher kann anschließend genau erkennen ob bei irgendeiner Kopf- oder Körperbewegung eine gestörte Augen - Antwort auftritt. Hierdurch können Rückschlüsse auf die Funktionen der Bogengänge gezogen werden und damit auch auf Störungen des Augen-Gleichgewichts-Reflexes.

Welche Erkrankungen können mittels Messung des Kopfimpulstests ermittelt werden?

Der Kopfimpulstest hilft, Störungen der Nervenleitung des Hör- und Gleichgewichtsnerven zu erkennen, auch wenn diese schon länger zurück liegen und teilweise kompensiert sind. Er ist in der Lage seitengetrennt jeden einzelnen der drei Bogengänge zu untersuchen und Störungen zu erkennen. Damit können auch Gleichgewichtserkrankungen erkannt werden, die bei einer normalen Schwindeluntersuchung entgehen. Es können auch Augenbewegungsstörungen aufgedeckt werden, die in einem Zeitfenster von weniger als 200 ms liegen. Unser Auge oder das Auge des Untersuchers ist nicht in der Lage dies ohne technische Hilfe zu erkennen. Nur bei ganz frischen Gleichgewichtserkrankungen kann ein geübter Untersucher auf die technische Hilfe verzichten. In diesem Fall wird dann die Sakkade auch ohne Computerhilfe deutlich zu erkennen sein.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.

Stand & Ganguntersuchungen

Was ist die Stand- und Ganguntersuchung?

Eine der einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Untersuchungsmethoden sind die sogenannten Stand- und Ganguntersuchungen nach Unterberger und Romberg. Diese Untersuchungsmethoden wurden nach ihren Erfindern benannt. Sie liefern wichtige Hinweise auf Schwindelerkrankungen., insbesondere haben sie eine hohe Aussagekraft bezüglich Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr oder Störungen im Bereich des Kleinhirns.

Ablauf der Stand-und Ganguntersuchungen nach Romberg und Unterberger

Beim Romberg-Test muss der Patient mit geschlossenen Augen versuchen gerade stehen zu bleiben. Mitunter fangen Patienten hier an, zur Seite, nach vorne oder nach hinten, zu fallen oder sie schwanken auch um den Mittelpunkt herum. Fällt ein Patient zur Seite, ist dies ein Indiz für eine Innenohrstörung. Fällt er nach hinten, ist eine Störung im Gehirn wahrscheinlicher. Unkontrolliertes Schwanken deutet ebenfalls nicht zwingend auf eine Störung der Gleichgewichtsorgane hin, sondern auf eine Störung der Wirbelsäule des Kleinhirns oder der Füße (Polyneuropathie).

Bei dem Unterberger- Tretversuch muss der Patient mit geschlossenen Augen auf der Stelle marschieren, wie ein Soldat. Er muss die Knie dabei richtig anheben und mindestens 30 mal auf der Stelle laufen. Bei Patienten mit Störungen des Gleichgewichtsorgans oder des Kleinhirns, treten hier Schwierigkeiten auf. Oftmals drehen sich die Patienten um die eigene Achse, ohne dies zu bemerken. Kommt es zu einer Abweichung von mehr als 30° wird dies als krankhaft gewertet.

Welche Erkrankungen können mittels Messung der Stand-und Ganguntersuchungen ermittelt werden?

Ein erfahrener Untersucher kann bereits an der Art und Weise wie ein Patient geht oder steht erkennen, ob es sich um eine Störung der Nerven, der Beine, des Gehirns, des Kleinhirns oder einer Störung der Gleichgewichtsorgane handelt. Hierzu ist etwas Erfahrung nötig, insbesondere sind Bewegungsstörungen aus anderen Gründen sehr gut erkennbar.

Um eine objektive und korrekte Diagnose zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sämtliche Diagnose- und Messverfahren unseres Hauses durchzuführen. Nur so können wir der wahren Ursache Ihres Schwindels auf den Grund gehen.