Phobischer Schwindel - Angstschwindel

Eine Phobie bezeichnet eine Angst oder vielmehr eine Angststörung. Der sogenannte phobische Schwindel wird auch oft als Angstschwindel oder als somatoformer Schwindel bezeichnet. Eine häufige Angst die Patienten mit Schwindelbeschwerden unterstellt wird ist die Agoraphobie, wörtlich übersetzt, die Marktplatz – Angst. Man fasst darunter Menschen zusammen, die Angst bekommen oder Schwindel, wenn Sie auf einen großen leeren Platz oder auf einen zu vollen Platz mit vielen Menschen kommen. Auch das Gehen durch die Reihen des Supermarktes kann einen Angstschwindel hervorrufen. Beim phobischen Schwankschwindel kommt medizinisch noch die Erklärung dazu, dass der Patient in der Vorgeschichte mal einen Schwindel hatte, z.B. einen Gleichgewichtsausfall, und dass dieser Schwindel beim Betreten eines Treppenhauses, eines großen Platzes oder im dunkeln Zimmer, oder wenn sich etwas bewegt, zwangsläufig eine Angststörung sein muss.

Beschreibung eines phobischen Schwindels

Bei Schwindelpatienten wird das Schwindelgefühl von den Augen unterdrückt. Wenn der Patient aber in ein Treppenhaus oder auf einen großen oder zu vollen Platz kommt, müssen sich die Augen erst einmal orientieren und vergessen für einen kleinen Moment, sich um den Schwindel zu kümmern.

Ursachen & Symptome eines phobischen Schwindels

Viele der sogenannten Angstschwindelpatienten haben deutlich krankhafte (pathologische) Ergebnisse in den Untersuchungen. Die Symptome, die als Angstschwindel gedeutet werden, entstehen in Wirklichkeit durch eine gestörte Fixationssuppression der Augen. Unter Fixationssuppression versteht man, dass man das Schwindelgefühl (z.B. beim Tanzen) dadurch unterdrücken kann, dass man sich an einem Gegenstand im Raum oder seinen Tanzpartner fixiert. Umgekehrt kann man nicht auf einem Bein stehen, wenn man auf sich auf einen schwingenden Gegenstand konzentriert.

Diagnoseverfahren

Wenn Patienten ohne Vorurteile, objektiv untersucht werden und man ihnen aufmerksam zuhört, dann gibt es kaum Patienten, die sich hilfesuchend an uns wenden, bei denen man nicht eine Ursache für die Misere finden könnte.

Therapie bei einem phobischen Schwindel

Ist die Ursache des phobischen Schwindels erkannt, so kann eine entsprechende Therapie für den Patienten erstellt werden. Dies können zum Beispiel eine Akupunktur, Biofeedback, oder eine konservative Behandlung, sowie eine medikamentöse Therapie sein.

Mechthild und Dr. Bodo Schiffmann, das Ärzteteam der Schwindelambulanz
Mechthild und Dr. Bodo Schiffmann, das Ärzteteam der Schwindelambulanz
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Dr. Bodo Schiffmann, der ärztliche Leiter unserer Spezialambulanz für Schwindelerkrankungen und sein Team werden alles versuchen um die wahre Ursache für Ihren Schwindel zu finden.
Mechthild und Dr. Bodo Schiffmann, das Ärzteteam der Schwindelambulanz

 

Es ist beängstigend wie leichtfertig Patienten Antidepressiva oder ähnliche Medikamente verordnet bekommen, weil die vorliegende Störung nicht richtig interpretiert wird. Der Mediziner geht davon aus, dass sich jeder Schwindelpatient zwangsläufig an seinen Schwindel gewöhnen muss und dass jeder, der sich nicht nach drei Monaten beschwerdefrei fühlt, eine Angststörung haben muss. Bei einem Schwerhörigen erwartet auch niemand, dass er sich an seine Fehlhörigkeit gewöhnt, ihm wird durch ein Hörgerät geholfen. In unserer Schwindelambulanz wird jeder Patient zunächst einmal unter völliger Missachtung der bisherigen Beschwerden untersucht. Wir fangen einfach noch mal ganz von vorne an und vertrauen auf diagnostische Ergebnisse und nicht auf Verdachtsdiagnosen.

Dr. Bodo Schiffmann
Diagnostik bei einem phobischen Schwindel
  • Audiometrie
  • BERA
  • ENG VNG
  • Kapnometrie
  • Kopfimpulstest
  • Lageprüfung
  • Posturographie
  • SVV
  • VEMP
  • Video-KIT
  • Stand & Ganguntersuchungen
Therapien bei einem phobischen Schwindel
  • Akupunktur
  • Biofeedback
  • Konservative Therapie
  • Medikamentöse Therapie