Vestibularisparoxysmie

Eine Vestibularisparoxysmie bedeutet übersetzt etwa “dem Gleichgewichtsnerven zu nahe kommen”, und beschreibt einen Konflikt, Kurzschluß oder Kontakt von einer Ader und dem Hör – und Gleichgewichtsnerven.

Beschreibung der Krankheit Vestibularisparoxysmie

Eine Vestibularisparoxysmie ist ein Kurzschluss zwischen einer Ader und einem Nerven. Man muss sich Nerven als elektrische Leiter vorstellen die eine Information von A nach B transportieren. Wird jetzt auf halber Strecke ein äußerer Reiz angelegt, dann kommt es zu einer fehlerhaften Reizung des Nerven. Das Gehirn weiss aber nichts von dieser Ader und glaubt die Information des Nerven käme z.B. vom Gleichgewichtsorgan und interpretiert diese Stromschwankung als Schwindel. Je länger der Kontakt zwischen Ader und Nerv besteht, desto eher reiben sich diese Strukturen mit und aneinander und verursachen Probleme.

Ursachen und Symptome von Vestibularisparoxysmie

Der Gleichgewichtsnerv verläuft in der Nähe einer Ader. Ist diese erweitert oder geschlängelt, kann sie auf den Nerv drücken und diesen irritieren. Kommt es zum Kontakt zwischen Ader und Nerv, führt dies zu Fehlimpulsen im Nerv. Die Fehlimpulse werden zum Gehirn geleitet und rufen Schwindel hervor. Auslöser für den Fehlimpuls können Kopfbewegungen oder Hyperventilation sein.

Diagnoseverfahren bei Vestibularisparoxysmie

Die Gabe von Medikamenten und damit Linderung der Symptome kann mitunter der einzige Hinweis sein, das die Diagnose richtig ist. Insbesondere ist es wichtig, die Zusammenhänge zu erkennen. Wenn nicht die optimale Darstellung im MRT gewählt wurde oder gezielt nach dieser Ursache gesucht wurde ist der Befund nicht zu erkennen.

Therapie & Behandlung bei Vestibularisparoxysmie

Diese Art von Schwindel wird traditionell und laut Leitlinie mit Gabapentin oder Carbamazepin behandelt in Einzelfällen auch chirurgisch durch eine Unterbindung der Ader. Die Standardtherapie ist die Behandlung mit Carbamazepin. Wenn man die Packungsbeilage von Carbamazepin anschaut, dann bekommt man das Gefühl, dass dieses Medikament sehr viele Nebenwirkungen hat. Die Angaben in der Packungsbeilage sind aber für Patienten gedacht, die bis zu 1800 mg / Tag einnehmen. Für unsere Patienten brauchen wir nur sehr geringe Dosierungen. Die meisten Patienten kommen mit 200 bis max. 400 mg / Tag gut aus. Therapien sind immer Einzelentscheidungen, die letztlich auch von der Lage der Adern, der Häufigkeit und Intensität der Anfälle und anderen Faktoren abhängt. Vergleichen Sie sich nicht mit anderen Patienten, jeder Patient ist ein Individuum. In unserer Ambulanz haben wir zusätzlich auch gute Erfahrungen mit Betahistin, Betablockern oder Flunarizin aber auch Phenytoin, Lamotrigen und manchmal auch Prednisolon gemacht. Diese Medikamente sind eine wertvolle Ergänzung oder Alternative, falls Standardmedikationen nicht helfen. Jeder Patient ist ein Individuum und es gibt keine Standardpatienten. Wir bemühen uns für jeden Patienten die individuelle Therapie und Medikation zu finden.

Mechthild und Dr. Bodo Schiffmann, das Ärzteteam der Schwindelambulanz
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Dr. Bodo Schiffmann, der ärztliche Leiter unserer Spezialambulanz für Schwindelerkrankungen und sein Team werden alles versuchen um die wahre Ursache für Ihren Schwindel zu finden.
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Symptome bei Vestibularisparoxysmie
  • kurze Schwindelattacken
  • Drehschwindel
  • Blutdruckschwankungen
  • Infekte
Diagnostik bei Vestibularisparoxysmie
  • Audiometrie
  • BERA
  • VNG
  • Posturographie
  • MRT
Therapien bei Vestibularisparoxysmie
  • Blutdruckeinstellung
  • Antiepileptika
  • Prednisolon
  • Ingwerpräperate
  • OP